Materialien
Glas und Kunststoff
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Glas oder Kunststoff

 

Nach einer gewissenhaften Beratung empfiehlt der Ocularist mit welchem Material das beste Ergebnis für den Patienten erreicht werden kann.

 

Bei gesetzlich versicherten Patienten entscheidet die Krankenkasse nach Vorlage unseres Kostenvoranschlages und ggf. der medizinischen Begründung des Augenarztes über eine Augenprothese aus Kunststoff.

 

Prothesen aus Glas werden durch die Konsistenz der Tränenflüssigkeit, Umwelteinflüsse, aber auch durch Veränderungen in der Augenhöhle selbst nach 1 bis 2 Jahren aufgerauht und abgenutzt, sie sollten dann erneuert werden.

 

Kunststoffprothesen müssen wenigstens ein Mal jährlich poliert werden. Im Gegensatz zu Kunstaugen aus Glas, können sie jederzeit überarbeitet und verändert werden und halten mehrere Jahre.

 

Bei Kindern ist wegen des Wachstums und der damit verbundenen Veränderungen der Augenhöhle eine häufigere Neuanfertigung der Augenprothese aus Glas bzw. eine Vergrößerung der Augenprothese aus Kunststoff notwendig.
Dabei ist es besonders wichtig zu wissen, dass durch das regelmässige Tragen und der immer wieder dem Wachstum angepassten Prothese, die innere Augenhöhle sowie die knöcherne Orbita zum Wachstum angeregt werden. Die defekte Gesichtspartie unterscheidet sich im Erwachsenenalter dann kaum von der gesunden.


 

 

Künstliche Augen aus Kryolithglas

 

Jedes künstliche Auge aus Kryolithglas ist ein subtil geformtes, fein gezeichnetes und nuancenreich kunstvolles Unikat. Kryolithglas hat sich seit über 100 Jahren als Material für Augenprothesen bewährt.

 

Weitere Vorteile sprechen für sich: Kryolith ist frei von schädigenden Stoffen. Es verursacht deshalb keine Reize in der äußerst empfindlichen Augenhöhle. Kryolithglas ist aber nicht nur neutral, es nimmt an seiner Oberfläche etwas Tränenflüssigkeit auf. Daraus folgt, dass das künstliche Auge die erdenklich beste Gleit- und Bewegungsmöglichkeit erhält. Das Aussehen der Augenprothese wirkt dadurch lebendiger.

 

Eine Augenprothese aus Kryolithglas bedarf einer sorgsamen Pflege. Mehr darüber im Kapitel "Pflege und Erste Hilfe".





















 

 

Künstliche Augen aus
hochwertigem Polymethylmetacrylat (= PMMA)

 

PMMA ist ein sehr gut verträgliches Material, welches in den USA entwickelt und über Jahrzehnte erfolgreich erprobt wurde. Es ist ein Kunststoff, dessen wesentliche Vorteile in seiner Verträglichkeit, Oberflächenhärte, Unzerbrechlichkeit und guten Formbarkeit liegen.

 

Ein weiteres Plus der Kunststoffprothese stellt das Impressionsverfahren dar, eine Abdrucktechnik, mit der die Rückseite der Prothese genau an die Augenhöhle angepasst werden kann.
Dadurch wird die Sekretionsablagerung hinter der Prothese verhindert, was auch die Beweglichkeit der Augenprothese günstig beeinflusst. Auch bei kühler Witterung sind Augenprothesen aus PMMA angenehm zu tragen.

 

Kunststoffprothesen aus PMMA halten mehrere Jahre. Sie können verändert und müssen einmal jährlich nachpoliert werden. Über die spezielle Pflege erfahren Sie mehr im Kapitel "Pflege und Erste Hilfe".